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ADHS im Berufsleben

21.10.2026 Sophia Schuck

Potenziale erkennen statt Grenzen sehen

Wie können Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen erfolgreich am Arbeitsleben teilhaben und langfristig in Beschäftigung bleiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Fachtag „Potenziale sehen statt Grenzen – Chance Inklusion“ am 23. September 2026 im Kreishaus Meschede. Unter dem Motto „Fachkräfte sichern und halten“ bot die Veranstaltung mit Fachimpulsen, einer Podiumsdiskussion und verschiedenen Informationsständen Gelegenheit zum Austausch über die Chancen einer inklusiven Arbeitswelt.

ADHS betrifft auch Erwachsene

Mit seinem fachlichen Beitrag richtete Dr. Konkol den Blick auf die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter. Denn ADHS ist keineswegs ausschließlich ein Thema des Kindes- und Jugendalters: Die Symptome können bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben und sich auf unterschiedliche Lebensbereiche auswirken.

Schwierigkeiten bei der Konzentration, der Organisation von Aufgaben oder der Impulsregulation können insbesondere im Berufsalltag zu Herausforderungen führen. Dabei ist es wichtig, die individuellen Ausprägungen der Erkrankung zu berücksichtigen und Betroffene nicht allein auf mögliche Einschränkungen zu reduzieren.

Dr. Konkol gab Einblicke in die psychiatrische Diagnostik sowie in verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Dazu zählen neben einer differenzierten diagnostischen Abklärung auch medikamentöse Therapieansätze und unterstützende Maßnahmen, die den Umgang mit den Symptomen im Alltag erleichtern können.

Psychische Gesundheit und berufliche Teilhabe

Eine frühzeitige Erkennung und geeignete Behandlung können Menschen mit ADHS dabei unterstützen, individuelle Herausforderungen besser zu bewältigen und ihre Fähigkeiten gezielt einzusetzen.

Mit seinem Beitrag brachte unser Chefarzt die Perspektive der psychiatrischen Versorgung in den fachübergreifenden Austausch ein. Dabei wurde deutlich, dass psychische Gesundheit und berufliche Teilhabe eng miteinander verbunden sind und ein differenzierter Blick auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten von Menschen mit ADHS von besonderer Bedeutung ist.